Die Preisträger


Privatpersonen

1. Preis: Anita und Manfred Pruckner

Das Ziel von Anita und Manfred Pruckner ist es, das Leid der Streunerkatzen im Südburgenland und mittlerweile auch in der Südoststeiermark und im Raum Fürstenfeld zu reduzieren bzw. zu verhindern, weil getan werden muss, was sonst keiner tut. Streuner werden eingefangen, kastriert und medizinisch versorgt, da es sich häufig um kranke und verletzte Tiere handelt. Nach der Kastration werden die Tiere wieder am angestammten Platz ausgelassen und weiterversorgt. Tierarztbesuche stehen beinahe täglich auf dem Programm. Zur  Zeit werden 120 Streuner auf 8 Futterstellen versorgt. Allein 2021 wurden 400 Tiere  gerettet. Vermittelt wird dann gemeinsam mit anderen Vereinen und auch über ihren eigenen Verein “Fridas Katzenwelt”. 2021 wurden die beiden mit dem Goldenen Fressnapf für das Tierschutz Engagement des Jahres ausgezeichnet.

2. Preis: Christa Jandl

Seit über 30 Jahren betreibt Christa Jandl Tierschutz. Ihr Haupteinsatzthema sind die Streunerkatzenkastrationen. So hat sie in den letzten drei Jahrzehnten über 3000 Katzen gefangen, gegen Parasiten oder Verletzungen behandeln lassen und wenn möglich zur Vermittlung gezähmt. Aktuell gibt es auf ihrem kleinen Gnadenhof 32 Katzen und sechs Hunde, auf ihren zahlreichen Futterstellen werden über 100 Katzen versorgt und bei Bedarf ärztlich versorgt. Ihre Maxime ist: „Jedes Leben zählt, und es gibt für jedes Problem eine Lösung.“

3. Preis: Claudia Scheucher und Katharina Grager

Die beiden widmen sich seit Jahren der Kastration herrenloser Katzen. Ihre Tierschutzarbeit betrifft Aufklärungsgespräche mit uneinsichtigen Besitzer:innen, das Aufstellen und Überwachen von Lebendfallen, die Pflege der Tiere in ihrer Obhut und unzählige Tierarztfahrten. Mittlerweile machen sie sich mit 5 Fallen zu größeren und kleineren Kastrationsprojekten auf und so konnten sie im Jahr 2021 insgesamt 93 Tieren helfen. Im Besonderen ist es ihnen ein großes Anliegen, die Bevölkerung für dieses Thema zu sensibilisieren, da gerade am Land die Kastrationspflicht sehr oft ignoriert wird und damit dem unendlichen Leid der Streunerkatzen durch unkontrollierte Vermehrung Tür und Tor geöffnet sind.


Vereine

1. Preis: Eselrettung Österreich

Der Verein hat es sich zum Ziel gesetzt, den Eseln eine Stimme zu geben. Der Verein klärt auf und hilft schnell und unkompliziert. So ist es gelungen, in den letzten 30 Jahren über 400 Esel aus der Alleinhaltung zu retten, zu sozialisieren und sie entweder auf Top-Plätze zu vermitteln, oder sie - aufgrund des Alters oder des Gesundheitszustandes - direkt am Hof zu betreuen. Neben der Bewusstseinsbildung und Aufklärungsarbeit zur artgerechten Eselhaltung ist es das Ziel, einen Eselpark entstehen zu lassen, auf dem Menschen mit besonderen Bedürfnissen mit den Eseln in Kontakt treten können. Mehr dazu. 

2. Preis: Steir. Reptilien- und Amphibienverein

Durch die langjährige Erfahrung und guten Kontakte zu Spezialist:innen, Behörden, Tierärztinnen und -ärzten und Ämtern ist es dem Verein gelungen, eine 24-Stunden-Verfügbarkeit von mind. 1 Spezialisten in jedem steirischen Bezirk anzubieten, welcher bei Bedarf über die Landeswarnzentrale koordiniert wird. Damit wird ein rasches Einfangen von heimischen oder exotischen Reptilien oder Amphibien gewährleistet, verletzte Tiere können mittels Blaulicht-Transport rasch einem Tierarzt vorgestellt werden, notfallmäßige kostenlose Unterbringungen werden angeboten und amtstierärztliche Kontrollen mit der Expertise im Verein unterstützt. Mehr dazu. 


 

3. Preis: Rettungshunde Graz

Die Mitglieder haben es sich zur Lebensaufgabe gemacht, gemeinsam mit ihren Hunden in Not geratene Menschen zu suchen, sie aus misslichen Lagen zu retten und ihnen vor Ort zu helfen. Das alleine verdient schon unseren größten Respekt. Allerdings hat es sich der Verein zusätzlich noch als Ziel gesetzt, Tierheimhunde mittels Sach- und Geldspenden aus angebotenen Workshops zu unterstützen. Warum? Viele Mitglieder haben ihr Herz an Tierheimhunde verloren. So trainieren aktuell drei Hunde, die aus der Arche Noah stammen, in der Staffel und werden dort zu Helden auf vier Pfoten ausgebildet. Damit ist dieser Verein der lebende Beweis dafür, dass Tiere aus dem Tierheim immer eine zweite Chance verdient haben. Mehr dazu. 

 

3. Preis: Bullterrier in Not

Der Verein hat sich Hunden verschrieben, die es grundsätzlich etwas schwerer haben: Sei es aufgrund ihrer Vorgeschichte oder aufgrund ihres zweifelhaften Rufs. Der Verein kümmert sich um “Bullis und Friends”, nimmt sie auf, päppelt sie auf, trainiert und resozialisiert sie und vermittelt diese sogenannten “Listenhunde” auf ihr Für-immer-Zuhause. Wann immer es einen Notfall im In- und Ausland gibt, stehen die Mitglieder parat und nehmen die Schützlinge in den Familienverband auf. Mehr dazu. 


Pflicht und Höhere Schulen

1. Preis: Volksschule 1 Feldbach

Das Projekt „Ein Herz für Bienen“ setzt sich damit auseinander, wie wichtig die Bienen für die Bestäubung der Pflanzen sind und dass die große Pflanzenvielfalt im Ökosystem, welche auch unsere Nahrungsmittel garantiert, von den Bienen abhängig ist. Ein großer Teil des Projekts wurde für die Informationsbeschaffung aufgewendet. Meist wird in Gruppenarbeit sehr selbständig gearbeitet und die Ergebnisse anschließend vor den Schülern präsentiert. Im Werkunterricht wurden Bienen- und Insektenhotels hergestellt. Blumensamen wurden angekauft, die die Kinder zuhause aussäten, um eine bienenfreundliche Umgebung zu schaffen. Dasselbe passierte auch im Schulgarten, der zusätzlich noch mit Insektenhotels bestückt wurde.

2. Preis: Mittelschule Fehring

An dieser Schule arbeitet ein eigenes Team in Zusammenarbeit mit einer Klasse der VS, mit Vereinen und mit der Gemeinde. Die Schule widmet sich ua. dem Bau von Igelhäusern, um flächendeckenden Winterunterschlupf für viele Igel zu ermöglichen, der Herstellung von Wärmeboxen für Streunerkatzen, die an Tierschutzvereine verschenkt werden oder dem Aufstellen und der Betreuung von Krötenzäunen. Projektarbeit und Bewusstseinsbildung sind elementarer Bestandteil des Unterrichts, zB zum Thema Kastration oder Sensibilisierung zu Themen wie Qualzuchten, Tierkauf im Internet oder Tierheime.Weiters haben die Kinder den Hund Diesel aus einem ungarischen Tierheim, das aufgelöst wurde, freigekauft. Authentisch und wichtig ist es, dass Tierschutzthemen von der Klassenlehrerin vorgelebt werden und die Begeisterung, mit der sie an die Themen herangeht, auf die Kinder übertragen wird.

3. Preis: Volksschule Puntigam

Das Projekt piepmatz_tv  wurde über ein Geburtstagsgeschenk, das Klassenlehrerin von ihrem Partner bekam, initiiert. Dieses Geschenk war ein Nistkasten mit eingebauter Kamera. Am 15.5.2021 wurde der Bewegungsmelder zum ersten Mal ausgelöst, als sich eine Meise im leeren Nistkasten umsah und sofort mit dem Nestbau begann. Die Ablage der Eier und das Bebrüten waren so faszinierend, dass die Lehrerin ihren Schüler:innen laufend berichtete und Fotos und Videos herzeigte. In einem Beobachtungstagebuch wurden fortan Zeichnungen erstellt und die Lebensweise der Tiere genau unter die Lupe genommen. Da das Projekt immer umfangreicher wurde, wurde ein Instagram Account erstellt, in dem täglich aus dem Leben der Meise BIEPI berichtet wurde.


Landwirtschaft

1. Preis: Peter Pucher

Regionalität und Qualität stehen im Zentrum des Handels. Das Ziel ist, den Tieren ein artgerechtes Umfeld zu bieten und die Landwirtschaft im Einklang mit der Natur zu führen. Jedem Glied in der Wertschöpfungskette tierischer Veredelung wird hier besondere Aufmerksamkeit zuteil. Die Familie Pucher überlässt hier nichts dem Zufall: die hofeigene Produktion von wertvollen Futtermitteln, der Schutz des Grundwassers und die Zusammenarbeit mit einer regionalen Müllerei sind hier nur ein paar Beispiele dafür, wie breit unsere Preisträger “Tierwohl” auslegen und ausleben. Das Motto lautet “Klasse statt Masse”. 

 

2. Preis: Franz Fruhmann

Der Betrieb vereint Tradition mit modernster Technik. Unter dem Motto “Der Kuh geht’s gut” steht in erster Linie das Tierwohl im Zentrum der Mühe. Durch den Ausbau und der Erweiterung des bestehenden Stalls stehen den Kühen ein Laufstall mit 50 Liegeboxen und damit 365 Tage Freilauf zur Verfügung. Sand und Stroh als Einstreu sowie zahlreiche Kratzbürsten sorgen für den notwendigen Kuh-Komfort, welcher sich in ruhigen, gesunden und zutraulichen Kühen und einer höheren Milchleistung zeigt. Gleichzeitig wurde großes Augenmerk darauf gelegt, dass auch die eigene Lebensqualität nicht zu kurz kommt. Der Einsatz modernster Technik, wie zB Melk- und Entmistungsroboter, macht einen flexibleren Tagesarbeitsablauf möglich und hebt damit die moderne Landwirtschaft auf ein höheres Level.

2. Preis: August Friedl

Ein Schweine-Tierwohlprogramm vom Acker bis zum Stall gibt’s bei Familie Friedl. Neben einem 100% artgerechten Umfeld mit großem Auslauf, eingestreuter Liegefläche, unzählige Scheuermöglichkeiten und Grün- sowie Rauhfuttergabe liegt ein großes Augenmerk auf einem qualitativ hochwertigen Futter, denn nur gesundes Futter führt zu einem gesunden, hochwertigen Fleisch und damit zu zufriedenen Konsument:innen. Der Tierwohl-Gedanke ist langfristig und nachhaltig: Großer Wert wird nicht nur auf eine Kreislauftwirtschaft und eigene Energieerzeugung gelegt, sondern auch auf einen gesunden, bodenschonenden und nachhaltigen Grund- und Eiweißfrüchteanbau. 

 

3. Preis: Karl und Angela Hütter 

Die Schweine bei der Familie Hütter freuen sich über eine artgerechte Haltung und danken es mit einer Top-Fleischqualität. Für die Familie ist Landwirtschaft ein zentrales Element unserer Kultur. Der Landwirt schafft’s und sorgt für unsere regionalen Nahrungsmittel und für unsere Landschaftspflege. Im Kampf am preisgetriebenen Weltmarkt braucht es Durchhaltevermögen und Kreativität, um sich hier zu entkoppeln. Nur durch Bewusstseinsbildung und vorbildlichen Initiativen ist es möglich, die Konsument:innen zu sensibilisieren und die Wertschätzung für qualitativ hochwertige Lebensmittel aus der Region wieder zu erhöhen. Wenn der Mensch wieder im Einklang mit der Natur lebt, geht’s uns gut.

 



Lebenswerk

Ursula Deutsch

Ursula Deutsch begann vor mehr als 40 Jahren mit Tierschutzarbeit im Raum Fürstenfeld, Fehring und dem südlichen Burgenland mit einigen Mitstreiterinnen. Dies war der Beginn einer bis zu diesem Zeitpunkt in dieser Region nicht vorhandenen Initiative für Tierschutzarbeit. In all den Jahren wurde eigenständig und ohne öffentliche Mittel gearbeitet und Pflegeplätze für Hunde und Katzen in der Steiermark und im Burgenland wurden gesucht und auch gefunden. Es war für sie selbstverständlich, auf eigene Kosten Tierarztfahrten zu unternehmen, egal, ob es sich um Hunde, Katzen, Hasen, Vögel, Eichkätzchen oder Igel handelte,  und unzähligen von ihnen vorübergehend Quartier zu geben. 




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